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Aussteller & Produkte der Techtextil 2026

Textilforschungsinstitut Thüringen-Vogtland e.V.

Flexible Materialien

Flexible Materialien

Textilforschungsinstitut Thüringen-Vogtland e.V.

Beschreibung

Textilien selbst stellen einen vielseitig einsetzbaren Werkstoff dar oder fungieren vielfach als Basis oder Trägermaterial für flexible und funktionelle Werkstoffe.
Im Forschungsschwerpunkt Flexible Materialien werden mit Hilfe textiler Technologien funktionale, leichte und zugleich flexible Strukturen erzeugt. Auf der Grundlage aktueller Markttrends und durch Zugriff auf modernste Maschinentechnik bietet man nicht nur textilen Unternehmen anwenderbezogene Produktentwicklung, Produktinnovationen und Beratung.
Über gezielte Vorlaufforschung werden neue Technologien untersucht und zur Herstellung und Funktionalisierung flexibler Strukturen auf der Basis von Textilien genutzt. So entstehen textile Flächen oder Fadenkonstruktionen für spezielle medizinische oder technische Einsatzgebiete.
Für themenübergreifende Aufgabenstellungen werden in diesem Forschungsschwerpunkt Faden- und Flächenkonstruktionen entwickelt, die in nachgelagerten Forschungsgruppen wie Oberflächentechnik und Beschichtung sowie Smart Textiles weiterverarbeitet werden.

Neben den forschungsorientierten Arbeitsgebieten übernimmt der Forschungsschwerpunkt auch die Lösung aktueller technologischer Aufgaben der Textilunternehmen, wozu für die Fadenkonstruktion, Schmal- und Breitweberei, Flechterei, Stickerei und die Wirkerei von 3D-Textilien entsprechende Technika zur Verfügung stehen. Alle Technika werden ebenso für die Durchführung von Kundenversuchen und die Herstellung von Mustermengen genutzt.






Mehr Produkte von Textilforschungsinstitut Thüringen-Vogtland e.V.

InSuM – Interior-Hub Automotive

Auf dem Weg zum automatisierten und vernetzen Fahren steht der Fahrzeuginnenraum vor einer vollständigen Neugestaltung. InSuM analysiert alle Entwicklungen im Wachstumsfeld Interieur und zeigt Chancen für die Industrie auf. Als Hub bringen wir die passenden Partner aus Industrie und Forschung branchenübergreifend zusammen, um mit Ihnen das Interieur der Zukunft am Standort Deutschland zu entwickeln.

Leistungsangebot InSuM

  • Trend- und Marktanalysen
  • Interaktive Interieur WebApp
  • InSuM Academy
  • Workshops
  • Individuelle Angebote
  • Messen, Konferenzen, Events
  • InSuM Community

Die Zusammenarbeit zwischen automotive thüringen e.V. (at) und dem Textilforschungsinstitut TITV Greiz begann 2021 im Innovationscluster IZZI. Mit dem 2023 gegründeten Netzwerk InSuM („Interior-Hub for Sustainable Mobility“) etablierte der at einen bundesweiten Hub, der Partner aus Wirtschaft und Forschung branchenübergreifend zusammenbringt, um das Interieur von morgen zu gestalten.

  • Firma: automotive thüringen e.V.
  • Anz. Mitarbeitende: 6
  • Hauptsitz: Erfurt
  • Branche: Automobilnetzwerk

Das TITV Greiz als wirtschaftsnahes Textilforschungsinstitut liefert dabei entscheidende textile Expertise und stärkt so die Innovationskraft der Thüringer Zuliefer- und Textilindustrie im technologischen Wandel.

Suche nach textilem Know-how für das Automobilinterieur

Marktrecherchen zeigten einen klaren Trend: Die Nachfrage nach alternativen Materialien im Fahrzeuginterieur wächst. Um dieses Potenzial zu erschließen, suchte der at für InSuM einen Partner mit tiefgreifender textiler Kompetenz.

Das TITV Greiz bietet seit Jahren innovative Lösungen, indem es Textilien durch leitfähige Fasern oder integrierte Bauteile funktionalisiert. Anwendungen reichen von Heizelementen über Sensorik bis hin zu Lichtintegration. Damit war das Institut prädestiniert, um im InSuM-Verbund textile Intelligenz in den Fahrzeuginnenraum einzubringen. Ziel der Kooperation: Synergien schaffen, Wissenstransfer fördern und die Sichtbarkeit neuer Technologien erhöhen.

Vielfältige Transferformate für automobile Innovation

Besonders hervorzuheben ist die Zusammenarbeit mit der ITA Technologietransfer GmbH, der ITA Academy GmbH und dem Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University für den gemeinsamen Erfolg im InSuM -Projekt. Die Zusammenarbeit stützte sich auf vier Handlungsfelder: Scouting, Wissenstransfer, Vernetzung und Skalierung.

Von digitalen Transferformaten bis hin zum Demonstrator zum Anfassen

Die Kooperation führte zu einem umfassenden Wissens- und Netzwerkangebot:

  • eine frei zugängliche InSuM Academy mit Whitepapers, E-Learning und Webinaren,
  • ein virtueller 360-Grad-Innenraum sowie das „Book of Innovation“ als Trendkompendium,
  • und als Highlight: die smarte Mittelarmkonsole – ein greifbarer Demonstrator, der textile Funktionalität mit modernem Design vereint.

Die Konsole umfasst u. a. eine austauschbare Heizfläche, modulare Leuchtelemente, einen textilen Lautsprecher, ein haptisches Sensorbedienfeld und einen beleuchteten Cupholder. Das Gehäuse wurde nachhaltig im 3D-Druckverfahren aus recyceltem PLA gefertigt.

https://www.insum-hub.de/home

Smart Textiles

Elektronische Assistenten wie Navigationssysteme und Einparkhilfen machen uns das Leben leichter. Diese kleinen, autarken und intelligenten Systeme werden unscheinbar in unser persönliches und geschäftliches Umfeld integriert und sind auch in Textilien (Smart Textiles) zu finden. Bekleidung, die bei tiefen Temperaturen den Träger auf Knopfdruck wärmt, oder Handschuhe, mit denen man telefonieren kann, sind schon jetzt im Handel zu finden.

Um solche Funktionen zu realisieren, werden kleine elektronische Bauteile in Textilien integriert oder das Textil wird selbst als Bauteil genutzt. Die Basis für diese Entwicklungen sind partiell leitfähige textile Strukturen. Dazu werden metallisierte Fäden eingesetzt, deren elektrische Leitfähigkeit mit einer im TITV Greiz entwickelten speziellen elektrochemischen Nachbehandlung gezielt modifiziert wird. Der überzeugende Vorteil der ELITEX®-Fäden sind deren textile Eigenschaften und die problemlose Verarbeitung auf Textilmaschinen.

Textile Herstellungsverfahren wie Weben, Sticken, Nähen, Wirken, Stricken oder Beschichten werden für die Integration von neuen Funktionen in Textilien genutzt. Die daraus hergestellten textilen Strukturen bilden die Grundlage für den Aufbau von textilen Sensoren, hochflexiblen Stimulationselektrodensystemen, Aktuatoren, Solarzellen, textilen transdermalen therapeutischen Systemen, zur interaktiven Abgabe von Wirkstoffen, selbstleuchtenden Textilien oder speziellen Heizsystemen.

Entwicklungen zur Integration neuer Funktionen in das Textil lassen Raum für eine Vielzahl weiterer Visionen. Gegenüber konventionellen Produkten sind die Smart Textiles flexibel formbar und besonders leicht. Sie sind somit besonders geeignet für Anwendungen, bei denen das Gewicht eine wesentliche Rolle spielt, wie im Automobil- und Flugzeugbau. Aber auch für Anwendungen im Medizin-, Wellness-, Industrie-, Wohn- und Schutzbekleidungsbereich werden Lösungen genutzt.